2010

Presseecho auf unsere 11. Teddyklinik

aktuelle Presse: 2010

Teddyklinik jetzt auch im Fernsehen….

Gutenberg TV ab Minute 30 bis ca. 40: Bericht über die Teddyklinik und Interview vom 26.10.2010 mit Matze und Miriam.

http://www.gutenberg.tv/mediathek_single.php?id=261

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ALLGEMEINE ZEITUNG MAINZ

Kuschelbär geröntgt: Hunderte Kinder bringen Stofftiere zur Teddyklinik in Mainz (20.10.2010 – MAINZ)

Von Barbara Malik

Einen Teddybären aus Biskuit und mit Cremefüllung – das hatten die „Teddydoktoren“ in den vergangenen zehn Jahren noch nicht auf dem Tisch. Gespendet hat ihn die Bäckerei Rieck am Mittwoch anlässlich des närrischen elften Jubiläums der Mainzer „Teddyklinik“.

Nach schwedischem Vorbild kurieren Medizinstudenten der Universität Mainz jeweils an zwei Tagen im Oktober Krankheiten, Notfälle und Blessuren, die Kuscheltieren im spielerischen Alltag zustoßen. Behutsam sollen Kinder beziehungsweise. „Teddyeltern“ auf diese Weise mit den Abläufen in Arztpraxis oder Krankenhaus vertraut gemacht werden und Berührungsängste verlieren, erklärt Maike Geiling, Mitglied im achtköpfigen Organisationsteam.

Insgesamt über tausend „Patienten“

Mit insgesamt über tausend „Patienten“ rechnen die Teddyklinik-Leiter Miriam Knab (Dr. Dornröschen) und Matthias Beiner (Dr. ted. Matze Panda). „Mainz hat nach München die zweitgrößte Teddyklinik in Deutschland“, so Knab. 300 Kindergärten wurden im Vorfeld angesprochen und „Termine“ vergeben. Stündlich können 100 bis 120 Stofftiere versorgt werden.

Dank Sponsoren ist die Teddyklinik unter Schirmherrschaft von Professor Fred Zepp von ursprünglich zwei auf sechs Zelte angewachsen und mit Verbandsmaterialien, Füllstoffen und „Organspenden“, also Ersatzteilen, bestens ausgestattet. Geräte der Marke Eigenbau kommen bei Untersuchungen zum Einsatz.
Im Behandlungszelt hält Loubna (10) Pudel Benni auf dem Arm und schildert Dr. ted Henrik, dass „da was drin“ ist. Weil auch der Teddydoktor im Pudelkörper etwas Hartes ertastet, schlägt er vor, das Stofftier zu röntgen: „Wir schauen mal, nicht dass sich da ein Knochen verschoben hat“.

Schmerz-Weg-Spritze für Pudel Benni

Auf dem Röntgenbild sind Augen, Nase und Schlappohren schemenhaft zu erkennen – daneben ein Beinbruch und zu aller Überraschung zwei stecknadelförmige Gegenstände im Magen. Ob der Hund beim Spielen Nadeln verschluckt haben könnte, möchte Dr. ted Henrik wissen. Zur Erleichterung der „Pudelmama“ rät der diensthabende Chirurg im angrenzenden OP-Zelt von einer Operation ab, empfiehlt stattdessen, den Hund mit viel Sauerkraut zu füttern: „Dann kommen die Nadeln hinten wieder raus.“ Pudel Benni darf mit Beinverband und Schmerz-Weg-Spritzen nach Hause gehen. Nur der Biskuit-Bär wird den Tag nicht lebend überstehen.
URL: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/9545807.htm

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MAINZER RHEINZEITUNG

Wenn der Eisbär Schnupfen hat
Mainz – Sie wollen Kindern die Angst vor dem Arzt nehmen: Rund 100 Medizinstudierende arbeiten zwei Tage in der Teddyklinik auf dem Domplatz.(20.10.2010, von Irmela Heß)

Kein Wunder, dass der Eisbär Schnupfen hat. Über den Domplatz weht ein kalter Wind, zerrt an den Zelten, in denen Dr. Miriam Dornröschen, Dr. Matze Panda und ihre „Kollegen“ kleine Patienten behandeln. Für zwei Tage macht die Teddyklinik auf dem Domplatz Station, zum elften Mal organisiert von der Fachschaft Medizin der Universitätsmedizin.

Rund 100 Medizinstudierende engagieren sich hier in ihrer letzten Semesterferienwoche, um Kindern die Angst vor einem Arztbesuch oder Krankenhausaufenthalt zu nehmen – und nebenbei den Umgang mit Patienten zu üben.Den haben sie nämlich in ihrem Studium zu wenig. „Der Kontakt zu Patienten findet leider immer noch nur sehr eingeschränkt statt“, sagt Prof. Peter Brockerhoff, Prodekan für Studium und Lehre der Universitätsmedizin. Besserung ist in Sicht, etwa durch die neue Approbationsordnung oder durch die uniinterne Förderung neuer Unterrichtsformen mit mehr Patientenbezug oder problemorientiertem Lernen. Davon wissen Paula, Aishe und Tim nichts. Sie stehen mit Eisbär, Teddy und Fuchs an der „Anmeldung“. Ihre Diagnosen: Der Eisbär ist erkältet, der Teddy hat sich am Fuß verletzt, der Fuchs hat Asthma. Auf ihre Behandlung müssen sie wie im wirklichen Leben warten. Schließlich werden an zwei Tagen rund 1000 kranke Kuscheltiere versorgt. Finanziert wird die Aktion ausschließlich von Sponsoren.