2009

Hier findet ihr unsere Erwähnungen in der Presse aus den letzten Jahren!

Allgemeine Zeitung Mainz  – Teddyklinik öffnet wieder

(red). Zum zehnten Mal öffnet die Teddyklinik am nächsten Mittwoch und Donnerstag auf dem Markt. Bei dem Projekt handelt es sich um eine von Medizinstudenten organisierte Aktion, mit der Zielsetzung, Kindern von 4 bis 6 Jahren die Angst vor einem Krankenhausaufenthalt oder dem Arztbesuch zu nehmen. Die Teddyklinik wird von der Kinderklinik der Johannes Gutenberg-Universität organisiert.

Morgens sind von 9bis 13 Uhr Kindergartengruppen in die Klinik eingeladen. Am Nachmittag können dann von 13 bis 16 Uhr Eltern mit ihren Kindern in der „Teddyklinik“ vorbeischauen. Dabei sollen die Jungen und Mädchen möglichst ein „krankes“ oder „verletztes“ Stofftier mit bringen, das dann von einem Medizinstudenten in der Rolle des „Doktors“ behandelt wird. Nach der Visite bekommen die Kinder in der eingens eingerichteten Apotheke „Medikamente“ für ihre „kranken“ Lieblinge, zum Beispiel Gummibärchen oder Zahnpasta.

URL: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/7699530.htm

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Allgemeine Zeitung Mainz (22.10.2009 – MAINZ)

Stoff-Maus auf OP-Tisch

Von Oliver Kreft: TEDDY-KLINIK Medizinstudenten „kurieren“ Kuscheltiere – und wollen so Kindern die Angst vor dem Arztbesuch nehmen Kindern die Angst vorm Arztbesuch nehmen, das ist das Anliegen der Teddy-Klinik der Universitätsmedizin, sagt „Klinik“-Leiterin, die Medizinstudentin Miriam Knab. Auf dem Domplatz machte das Team der Teddy-Klinik gestern Station – und rund 1100 Kinder kamen mit ihren Stofftieren und ließen deren Blessuren und Wehwehchen verarzten.

Im OP-Zelt sind die chirurgischen Handgriffe der ehrenamtlich agierenden Medizinstudenten des mobilen Teddy-Krankenhaus gefordert: Die „Maus“ von Grundschülerin Boket (7) hat seit zwei Jahren ein Loch am Hinterteil, dokumentiert Richard Hell alias „Dr. Halunke“ das Geschehen auf dem OP-Tisch. Klarer Fall: Unter Vollnarkose muss das aufgerissene Stofftier mit gut einem Dutzend Stiche zugenäht werden. Die „Maus“ liegt dabei unter einem sterilen Lochtuch, und natürlich wurde die Platzwunde vorher desinfiziert. Jeder im Zelt – auch die kleinen Kuscheltierbesitzer – ist mit Mundschutz und grüner Kopfbedeckung ausgestattet. Die Teddy-Klinik, das wird schnell zur Gewissheit, legt viel Wert auf Authentizität. Gespannt blickt Boket auf ihren Kuschelnager, während die angehenden Ärzte ihrem Job nachgehen. Im „Behandlungszelt“ widmen sich andere Jungmediziner den weniger schweren Fällen. Auf die Frage von Medizinstudentin Judith Kampe, was Teddy „Johnny“ fehle, sagt Dion: „Seine Pfote tut weh.“ Bevor es zum Röntgen geht, darf der Knirps selber mit dem Stethoskop die Herztöne abhören. Dass es tatsächlich so etwas wie eine pulsierende Pumpe zu hören gibt, liegt daran, dass Kampe dem Teddy unbemerkt leichte Schläge auf den Rücken verpasst.

Ein paar Meter weiter behandelt Matthias Beiner „einen schwierigen Fall“. Katze Samira hat laut Besitzerin Blessing (5) „Bauchschmerzen, weil sie Hundefutter gegessen hat“.

Danach befragt, woran das eigene Kuscheltier leide, seien die Steppkes „extrem kreativ“, freut sich Teddy-Klinik-Leiterin Knab (21). Etliche Kindergärten aus dem Umkreis habe das Teddy-Klinik-Team, zu dem 70 Medizinstudenten zählen, angeschrieben und mit ihnen Termine vereinbart.

Das Besondere am Teddy-Krankenhaus: „Die Kinder befinden sich in der Elternrolle“, bemerkt Knab. Sie würden nach dem Wehwehchen ihres Schützlings befragt und erlebten hautnah den Ablauf etwa einer Operation. Auch die Angst vor der Spritze würde den Steppkes beim Besuch der Teddy-Klinik genommen.

Ente Lilli muß nach schwerem „Flugunfall“ genäht werden. Selina (3.v.li.) schaut mutig zu , wie Frau Dr. Tigerente (li.) und Team alles geben.hbz/Michael Bahr

URL: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/7726781.htm

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Allgemeine Zeitung Mainz (23.10.2009 – MAINZ)
Medienprojekt: Zeitungsteam der Kinderuni macht Monster Kruschel gesund

 

Von Ayda Sayyah und Tara May

Kruschel war am Donnerstag in der Teddyklinik auf dem Domplatz unterwegs. Die Klinik ist eine Idee aus Schweden bei der Kinder von vier bis sechs Jahren ihre kranken Kuscheltiere zu einer Behandlung bringen können.

Schon seit 1999 wird das Projekt vom Mainzer Professor Fred Zepp sowie von vielen Firmen aus der Stadt gesponsert. An zwei Tagen im Jahr soll die Teddyklinik Kindern die Angst vor einem Krankenhausbesuch nehmen.

Gefährliche Monster-Masern

Bei einem Ganzkörpercheck-up stellte Dr. ted. Dornröschen fest, dass Kruschel, das Zeitungsmonster der AZ, seit seiner Geburt an gefährlichen Monstermasern leidet. Die Teddyärztin ist eine von 70 Medizinstudenten, die in der Klinik für Kuscheltiere arbeitet. „Wir hatten auch schon Fälle wie ein abgerissenes Mäuseohr. Das mussten wir dann durch ein graues Elefantenohr ersetzen“, erzählte Dr. Dornröschen.

Dem grünen Patient der AZ wurde nach seiner Diagnose ein Mundschutz angelegt, damit er die anderen Kuscheltiere nicht anstecken konnte. Danach wurde Kruschel an allen seinen Flecken Verbände angelegt.

Um festzustellen, ob das kranke Stofftier auch an innerlichen Wunden leiden könnte, wurde sein Schwanz geröngt. Zuletzt wurden ihm in der Teddyapotheke die von der Ärztin verschriebenen Medikamente verabreicht. Hierbei handelte es sich um Traubenzucker, Gummibärchen, Bananen, Äpfel und ein Malbuch gegen die Langeweile.

Ist Kruschel schwanger?

Beim Verlassen der Apotheke wurde Dr. Dornröschen plötzlich bewusst, dass Kruschel auch schwanger sein könnte. Sein Bauch spannte sich schließlich schon ganz deutlich unter seinen Flecken-Verbänden und da er von den Seepferdchen abstammt, bringen bei Kruschels die Männer den Nachwuchs auf die Welt.

Mit Gummihandschuhen, Kopfhaube und Mundschutz bekleidet wurden in einer Notoperation die Zwillinge Emily und Fridolin durch einen Kaiserschnitt geboren. Nun steht noch offen: Wer ist die Mutter der beiden kleinen Kruschel-Kinder?

Am Ende war des Ausflugs zur Teddyklinik war für alle Nachwuchsreporter klar: „Wir, die Kinder vom ,Medienprojekt Kinderuni’ aus dem Zeitungsteam finden die Idee der Teddyklinik gut und hoffen, dass sie noch lange erhalten bleibt, weil das Projekt den Kindern etwas nützt und sie viel dabei lernen können.“
Gemeinsamer Dienst am Kuscheltier: Ayda Sayyah und Tara May verarzten mit Medizinstudentin Dr. Dornröschen und ihren Zeitungsteam-Kollegen Hannah Erb und Robin Durner das AZ-Monster Kruschel in der Teddyklinik.

Gemeinsamer Dienst am Kuscheltier: Ayda Sayyah und Tara May verarzten mit Medizinstudentin Dr. Dornröschen und ihren Zeitungsteam-Kollegen Hannah Erb und Robin Durner das AZ-Monster Kruschel in der Teddyklinik. Foto: hbz/Michael Bahr

URL: http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/7729767.htm